{"id":289,"date":"2021-03-03T11:14:32","date_gmt":"2021-03-03T10:14:32","guid":{"rendered":"http:\/\/qkkfdlo.cluster030.hosting.ovh.net\/?page_id=289"},"modified":"2021-03-10T00:08:37","modified_gmt":"2021-03-09T23:08:37","slug":"schaufenstergalerie-scharf-2017","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/","title":{"rendered":"Schaufenstergalerie SCHARF 2017 (window gallery)"},"content":{"rendered":"<p style=\"text-align: center;\">Von 2016 bis 2018 wurde die Schaufenstergalerie SCHARF in der Stubenberggasse vom contemporary collective graz organisiert und kuratiert. Die Schaufenstergalerie SCHARF stellte den White Cube per se in Frage. Zwischen urbanem Stadtgef\u00fcge und Galerieraum oszillierend entstand Kunst. Mit der Kuration der Schaufenstergalerie SCHARF setzte sich das contemporary collective graz das Ziel, innerhalb von Ausstellungsprojekten, die zwischen Ereignis und Werk changierten, \u00fcber differente gesellschaftspolitische, teils auch prek\u00e4re Thematiken, zu reflektieren.<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Innerhalb von drei Jahren entstanden\u00a0<strong>16 Ausstellungen<\/strong>\u00a0mit\u00a0<strong>23 K\u00fcnstler*innen<\/strong>\u00a0und Kooperationen mit esc medien kunst labor, galerie GALERIE, Ludwig Boltzmann\u2013Institut f\u00fcr Kriegsfolgenforschung sowie mit dem Kunstverein Roter Keil.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Schaufenstergalerie SCHARF<\/strong><br \/>\n<strong>Feinkost Mild<\/strong><br \/>\n<strong>Stubenberggasse 7<\/strong><br \/>\n<strong>8010 Graz<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">ARCHIVE OF OPEN HISTORICAL OBJECTS<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Bernadette Moser<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">21. November &#8211; 12. Dezember 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">In einer Ausstellung in der Schaufenstergalerie SCHARF pr\u00e4sentiert Bernadette Moser ihre Sammlung aus teils zuf\u00e4llig gefundenen, teils geschenkten Objekten wie eine Schlangenhaut, Holz, Knochen oder einen W\u00fcrfel. Die pr\u00e4sentierten Objekte bilden Referenzen auf ihre<br \/>\nIdentit\u00e4t. Dabei nutzt Bernadette Moser die auf die Scheibe des Schaufensters gezeichneten Rahmungen der letzten Ausstellung von Mat\u011bj Frank, der sich mit dem Fingerabdruck als Beweis unserer Pr\u00e4senz besch\u00e4ftigte. Jedes Objekt tr\u00e4gt ein narratives Element in sich und<br \/>\nzusammen erz\u00e4hlen sie verschiedene Geschichten. Das Objekt wird seiner urspr\u00fcnglichen Begriffsgeschichte entkoppelt \u2013 erh\u00e4lt einen neuen Bedeutungszusammenhang, aufgebahrt auf einer Art Altar im Atelier der K\u00fcnstlerin \u2013 und wird schlie\u00dflich zum Objet trouv\u00e9 im Kontext<br \/>\neiner Installation.<br \/>\nBesucher*innen sind von der K\u00fcnstlerin dazu aufgefordert, selbst kleine Gegenst\u00e4nde am Er\u00f6ffnungsabend mitzubringen. Diese Objekte gehen nach Abschluss des, \u00fcber die Ausstellungsdauer wachsenden \u201cwork in progress\u201d, in die Sammlung von Bernadette Moser \u00fcber.<br \/>\nIn dieser Ausstellung geht es um das zuf\u00e4llig und spontan Gefundene, das in die eigene Geschichte mit aufgenommen wird. Wie schreiben wir Geschichte? Von wem wird Geschichte geschrieben? Es geht um ein kritisches Hinterfragen wie Geschichte konstruiert wird \u2013 die<br \/>\nGeschichtsschreibung gibt zwar vor objektiv zu sein, kann diesem Anspruch jedoch nicht gerecht werden, wenn nur individuelle bzw. ausschlie\u00dfende Perspektiven zugelassen werden. \u201eEs gibt keine objektive Geschichte.\u201c (Moser 2017)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">1-X, 24.10.-21.11. 2017, GRAZ<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Mat\u011bj Frank\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">24. Oktober &#8211; 21. November 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Mat\u011bj Frank lebt und arbeitet in Polen und Tschechien. Er besch\u00e4ftigt sich in seinen Arbeiten mit Raum in Relation zu Zeit, Bewegung, K\u00f6rper und Sound. Ein Ausgangspunkt des K\u00fcnstlers ist das Objekt, er besch\u00e4ftigt sich aber auch mit den Medien Performance, Zeichnung und Klang. Neben Alltagsph\u00e4nomenen und dem Aufbau von Informationen untersucht Frank Verbindungen von Bild und Sound. Dabei experimentiert er mit neuen Wegen des (Zu)H\u00f6rens.<br \/>\nF\u00fcr die Schaufenstergalerie SCHARF arbeitet Frank an einem Projekt, das er nun in anderem Kontext und differenter r\u00e4umlicher Situation umsetzen will. Von unserer Geburt bis zu unserem Tod hinterlassen wir permanent Spuren unserer Pr\u00e4senz. Seit der industriellen Revolution ist der Einfluss des Menschen auf seine nat\u00fcrliche Umwelt immer gr\u00f6\u00dfer geworden, bis zur geologischen Epoche des Anthropoz\u00e4ns. Neben dem geologischen Fu\u00dfabdruck hinterlassen wir au\u00dferdem tagt\u00e4glich ephemere Spuren unseres Selbst, ohne ihnen dabei Aufmerksamkeit zu schenken: Fingerabdr\u00fccke. In dieser unendlichen Menge an Spuren ist der einzelne Fingerabdruck unikat und nicht wiederholbar. Wir versuchen pers\u00f6nliche Informationen \u00fcber uns geheim zu halten, gleichzeitig hinterlassen wir jeden Tag an unz\u00e4hligen Orten Abdr\u00fccke unserer Identit\u00e4t. Das Projekt nimmt in den Blick was uns jeden Tag umgibt: \u201eThe proof of our presence.\u201d (Frank 2017)<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">SILENT<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Karina Marusi\u0144ska<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Er\u00f6ffnungsperformance<\/strong> von <strong>Igor F. Petkovi\u0107\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">5. Oktober &#8211; 24. Oktober 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Karina Marusi\u0144ska (PL) ist interdisziplin\u00e4re K\u00fcnstlerin und arbeitet mit differenten Medien \u2013Keramik, Glas, Installation, Performance, Skulptur, Video. Dabei entstehen auch oft sozial ausgerichtete Kunstprojekte. Innerhalb ihrer k\u00fcnstlerischen Praxis sind der Herstellungsprozess des Werks und die Interaktion mit den Betrachter*innen von zentraler Bedeutung. Ein Schwerpunkt sind Konzepte die sich mit der Spannung besch\u00e4ftigen, die an der Schnittstelle von Innen und Au\u00dfen, privat und \u00f6ffentlich, Speziellem und Gew\u00f6hnlichem,<br \/>\nWohlwollen und Anst\u00f6\u00dfigkeit entsteht. Sie erforscht Grenzzust\u00e4nde und Querverbindungen die sich zwischen zwei Polen ergeben.<br \/>\nF\u00fcr die Schaufenstergalerie SCHARF entwickelt Marusi\u0144ska eine ortsspezifische Installation deren konzeptuelle Basis ein Zitat von Jean-Paul Sartre ist: \u201eW\u00e4ren wir so still und so stumm wie Steine, w\u00e4re unsere Passivit\u00e4t ein Akt.\u201c<br \/>\nDie Arbeit stellt einen Verweis auf die aktuelle Gesellschaft dar, ohne dabei eine Wertigkeit abzugeben. Zurzeit bewegen die Welt viele unterschiedliche Themen, die oft ins Emotionale \u00fcbertreten. Momentan findet in Polen eine starke Protestbewegung gegen die jetzige Regierung statt. Die sogenannte \u201epolitische Rechte\u201c und ihre konservativen Werte sowie ideologischen Vorstellungen sind nicht nur in Polen, sondern \u00fcberall in Europa wieder beliebter. So stellt sich die Frage wie sich ein \u201eGEGEN\u201c diese Werte und Vorstellungen formulieren kann. Zwischen dem aktiven und passiven Widerstand formen sich aktivistische Strategien, aber ist es der tobende und Steine schleudernde Mob oder ist es der stille Widerstand, frei von Vandalismus und Gewaltszenarien, der Systeme nachhaltig ver\u00e4ndern kann? Wie k\u00f6nnen Ungerechtigkeit und Zensur angesprochen werden? Ist in diesem Kontext manchmal wirklich \u201eReden Silber und Schweigen Gold\u201c?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">NACHTTRAFIK<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Markus Pippan<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">7. Juli &#8211; 20. September 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Innerhalb dieser Ausstellung wurde das Grazer Stadtleben von Markus Pippan in die Schaufenstergalerie SCHARF transportiert. Im Medium der Malerei zeigte der K\u00fcnstler eine Momentaufnahme der Nachttrafik am Grazer Jakominiplatz. Dieser Ort ist in den Abendstunden nicht nur Anlaufstelle f\u00fcr Tabak-Konsumierende sondern auch ein beliebter Treffpunkt f\u00fcr Nachtschw\u00e4rmer. F\u00fcr Einwohner*innen ist das kleine hell erleuchtete H\u00e4uschen im Zentrum der Innenstadt der von \u00f6ffentlichen Verkehrsmitteln am h\u00e4ufigsten frequentierte Knotenpunkt und Treffpunkt.<br \/>\nPippan besch\u00e4ftigt sich in seinem k\u00fcnstlerischen Schaffen haupts\u00e4chlich mit Urbanit\u00e4t, Stadtansichten und per se dem Stadtleben. So geh\u00f6rten hochfrequentierte Pl\u00e4tze, wie beispielsweise Bahnh\u00f6fe, oft zu seinen Motiven in denen er die Bewegung und Dynamik &#8211; die Lebendigkeit eines Ortes &#8211; einf\u00e4ngt. Der \u00f6ffentliche Raum und seine Pl\u00e4tze \u2013 Orte der Begegnung und des Austauschs, aber auch sogenannte Nicht-Orte. Der \u00f6ffentliche Raum wurde, in der Malerei festgehalten, in das Schaufenster transportiert \u2013 zugleich ist das SCHARF selbst \u00f6ffentlicher Raum. Gezeigt wurde in dieser Ausstellung ein Mikrokosmos der Grazer Innenstadt. Au\u00dferdem fand zur Er\u00f6ffnung ein kurzer Vortrag zum \u00f6ffentlichen Raum vom contemporary collective graz statt. In Graz war es vor allem Univ. \u2013 Prof. Dr. Werner Fenz der mit seinen Lesungen zum \u00f6ffentlichen Raum Student*innen nachhaltig pr\u00e4gte. Nicht nur unsere Ausstellungskonzeptionen, sondern auch unser kuratorisches Arbeiten mit und im \u00f6ffentlichen Raum wurden von Dr. Werner Fenz ma\u00dfgeblich mit beeinflusst.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">WER S\u00c4T WIRD ERNTEN<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Clemens Kranawetter<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Screening des Kurzfilms <strong>\u201eErinnern Sie sich?\u201c<\/strong> bei der Er\u00f6ffnung von <strong>Heinz Trenczak<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">2. Juni &#8211; 5. Juli 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Die Ausstellung \u201eWer s\u00e4t wird ernten\u201c besch\u00e4ftigte sich mit der Dualit\u00e4t von Vergehen und Wachsen, von Handlungen und daraus folgenden Reaktionen. Sie referierte in ihrer Konzeption auf ein Motiv der Kunstgeschichte, welches u.a. besonders von Vincent van Gogh gepr\u00e4gt wurde: den S\u00e4mann.<br \/>\nDie Kuration der Schaufenstergalerie SCHARF sieht vor, dass zu jeder Er\u00f6ffnung eine Performance, Aktion, Intervention etc. stattfindet. Dieses Mal wurde eine Aktion schon im Vorfeld durchgef\u00fchrt: Sonnenblumensamen wurden vom K\u00fcnstler Clemens Kranawetter bei den abgeholzten Murauen ausges\u00e4t. Dokumentiert wurde diese inszenierte Aktion in einer Serie von Fotografien von Christian KRI Kammerhofer. So entwickelten sich drei voneinander differente Komponenten des Ausstellungsprojekts: Die inszenierte Aktion \u2013 die k\u00fcnstlerische Dokumentation derselben \u2013 und das f\u00fcr das Schaufenster geschaffene Objekt. Allen drei Komponenten als Installation gemeinsam war die Konvergenz des Aktes der Entstehung.<br \/>\nEin anderer Aspekt der Ausstellungskonzeption war die Pr\u00e4sentation des Kurzfilms von Heinz Trenczak. In Divergenz zur Arbeit von Clemens Kranawetter thematisiert Trenczak\u2019s Film neben der Erinnerung auch das Vergehen \u2013 das Entfernen der NS-Mahntafeln \u201e63 Jahre danach\u201c von Jochen Gerz. So formten beide Arbeiten eine Dualit\u00e4t von Entstehen und Vergehen \u2013 vom Verschwinden und vom Aufbl\u00fchen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">(K)EIN KOMMENTAR?<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>contemporary collective graz\u00a0<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Er\u00f6ffnungsvortrag<\/strong> von <strong>Dr. Barbara Stelzl-Marx, stellvertretende Leiterin des Ludwig Boltzmann-Instituts f\u00fcr Kriegsfolgenforschung Graz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">12. Mai &#8211; 30. Mai 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Innerhalb dieses Ausstellungsprojekts wurden die Kuratorinnen selbst zu Sch\u00f6pferinnen. Aus gegebenen Anlass entstand dieses Projekt aus einem spontanen Einfall heraus, sowie aus der Notwendigkeit, die aktuelle Situation nicht zu tabuisieren. Anlass der Ausstellung war es erneut ein Zeichen gegen das Vergessen zu setzen. In der (zu diesem Zeitpunkt sehr) aktuellen Debatte in Graz um das Murkraftwerk, wurde auch das Thema des Nationalsozialismus wieder greifbar: Die Stufen zu einem Bunker und schmale Betonfundamente einer Baracke eines ehemaligen Zwangsarbeiter*innen-Lagers-Liebenau wurden zuf\u00e4llig bei Bauarbeiten f\u00fcr eine Gasleitung freigelegt.<br \/>\nWir haben uns mit diesem Projekt das Ziel gesetzt diese momentane Bewegung, die sich auch um den Diskurs der Erinnerung dreht, zu unterst\u00fctzen. Lange Zeit wurde geschwiegen und beinahe schon vergessen, jetzt m\u00f6chten auch wir dazu anregen sich auseinanderzusetzen, nachzufragen, sich zu informieren. Politische Kunst darf aussprechen \u2013 auch das was niemand aussprechen will. Wenn wir uns nicht mehr erinnern wer wir waren, wie k\u00f6nnen wir dann wissen was wir sind \u2013 und vor allem wo wir hin wollen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2 style=\"text-align: center;\">DIE GULDINNEN<br \/>\nFeinkost als Lebens-mittel<\/h2>\n<p style=\"text-align: center;\"><strong>Doris Jauk-Hinz<\/strong><\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">8. M\u00e4rz &#8211; 21. April 2017<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Geld ist der dominante symbolische Wert in marktwirtschaftlichen Systemen, geschlechtliche Ungleichwertigkeit ist darin eingeschrieben. Die weiblichen GULDINNEN wurden 2011 als Regionalgeld in das bestehende Judenburger Gutscheinsystem eingef\u00fchrt. Sie sind das Pendant zum \u201cm\u00e4nnlichen Gulden\u201d und verweisen konzeptuell auf eine immer noch bestehende Ungerechtigkeit: Auch nach 100 Jahren Frauenrecht verdienen Frauen rund 20% weniger f\u00fcr die gleiche Leistung. 1000 GULDINNEN wurden damals f\u00fcr den Handel produziert. Die t\u00e4gliche Verwendung dieser M\u00fcnze schafft ein permanentes Bewusstsein f\u00fcr die ihr zugrundeliegenden Themen.<br \/>\nAm 8. M\u00e4rz, dem Weltfrauentag, erfuhr dieses Projekt eine \u00f6rtliche Erweiterung: Die GULDIN wurde tempor\u00e4r als Zahlungsmittel in Graz eingef\u00fchrt. Der Kauf und Tausch der M\u00fcnze war im Feinkost Mild &#8211; als einer Art Zentrale f\u00fcr dieses Geldkreislaufsystem &#8211; w\u00e4hrend der Zeit der Ausstellungsdauer f\u00fcr alle Interessierten m\u00f6glich. 22 Gesch\u00e4fte in der Grazer Innenstadt gaben die Zusage die GULDIN als Zahlungsmittel anzunehmen; so war es m\u00f6glich, Produkte aus verschiedenen Lebensbereichen mit ihr zu erwerben. Zur Er\u00f6ffnung der Ausstellung fand eine Intervention von Doris Jauk-Hinz statt: Die Besucherinnen und Besucher wurden mit der Ungerechtigkeit und Lohnungleichheit konfrontiert. Die GULDINNEN gab es von da an auch als s\u00fc\u00dfe Nascherei: Als Schokoladenpraline thematisiert die GULDIN unter glasiertem Deckmantel prek\u00e4re Fragestellungen, sowie eine explizite Hinterfragung geschlechtsspezifischer Lebensverh\u00e4ltnisse.<br \/>\nFolgende Gesch\u00e4fte nahmen DIE GULDIN als Zahlungsmittel an: B\u00fccherstube \u2022 caf\u00e9 erde \u2022 chic ethic FAIR TRADE SHOP \u2022 CuntRa \u2022 Das Blumenhaus Gauper \u2022 DAS GRAMM \u2022 FEINKOST MILD \u2022 FRIEDRICH AMBERGER \u2022 Genusscaf\u00e9 Das Tortenatelier \u2022 GRAND CAFE KAISERFELD \u2022 heidenspass \u2022 KAVKAZ-MARKT \u2022 K\u00fcchenfee \u2022 LINZBICHLER \u2022 Novosel \u2022 OPERNFOTO digital \u2022 PELL MELL \u2022 SAMEN K\u00d6LLER \u2022 SATTLER OPTIK \u2022 spielzeugschachtel graz \u2022 ULLRICH &amp; CO \u2022 Werner\u2018s Elektroladen &amp; Eisenwaren<\/p>\n<p style=\"text-align: center;\">Unterst\u00fctzt durch das Kulturamt der Stadt Graz und das Land Steiermark, Abteilung 9.<\/p>\n<div id='gallery-1' class='gallery galleryid-289 gallery-columns-3 gallery-size-thumbnail'><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/img_0730\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.iris-kasper.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_0730-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Bernadette Moser, ARCHIVE OF OPEN HISTORICAL OBJECTS\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-322\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-322'>\n\t\t\t\tBernadette Moser, ARCHIVE OF OPEN HISTORICAL OBJECTS\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/img_0719\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.iris-kasper.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/IMG_0719-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Bernadette Moser, ARCHIVE OF OPEN HISTORICAL OBJECTS\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-323\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-323'>\n\t\t\t\tBernadette Moser, ARCHIVE OF OPEN HISTORICAL OBJECTS\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/fingerprints\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.iris-kasper.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/fingerprints-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Mat\u011bj Frank, 1-X, 24.10.-21.11. 2017, GRAZ\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-325\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-325'>\n\t\t\t\tMat\u011bj Frank, 1-X, 24.10.-21.11. 2017, GRAZ\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/21-11-17\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.iris-kasper.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/21-11-17-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Mat\u011bj Frank, 1-X, 24.10.-21.11. 2017, GRAZ\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-324\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-324'>\n\t\t\t\tMat\u011bj Frank, 1-X, 24.10.-21.11. 2017, GRAZ\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/silent\/'><img width=\"150\" 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id='gallery-1-327'>\n\t\t\t\tMarkus Pippan, Nachttrafik\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/nachttrafik-1\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.iris-kasper.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/nachttrafik-1-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"Markus Pippan, Nachttrafik\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-328\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-328'>\n\t\t\t\tMarkus Pippan, Nachttrafik\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/cam01157\/'><img width=\"150\" height=\"150\" 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gallery-caption' id='gallery-1-333'>\n\t\t\t\tClemens Kranawetter, WER S\u00c4T WIRD ERNTEN\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon portrait'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/cam01137\/'><img width=\"150\" height=\"150\" src=\"https:\/\/www.iris-kasper.at\/wp-content\/uploads\/2021\/03\/CAM01137-150x150.jpg\" class=\"attachment-thumbnail size-thumbnail\" alt=\"contemporary collective graz, (K)EIN KOMMENTAR\" decoding=\"async\" loading=\"lazy\" aria-describedby=\"gallery-1-334\" \/><\/a>\n\t\t\t<\/div>\n\t\t\t\t<figcaption class='wp-caption-text gallery-caption' id='gallery-1-334'>\n\t\t\t\tcontemporary collective graz, (K)EIN KOMMENTAR\n\t\t\t\t<\/figcaption><\/figure><figure class='gallery-item'>\n\t\t\t<div class='gallery-icon landscape'>\n\t\t\t\t<a href='https:\/\/www.iris-kasper.at\/en\/schaufenstergalerie-scharf-2017\/dscn9805\/'><img width=\"150\" height=\"150\" 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contemporary collective graz. Schaufenstergalerie SCHARF questioned the White Cube per se. Art oscillated between the urban structure and the gallery space. Zwischen urbanem Stadtgef\u00fcge und Galerieraum oszillierend entstand Kunst. 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